Kreis Plön: Seen und Meer // Tödlicher Unfall bei Preetz

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Kreis Plön: Seen und MeerKreis Plön: Seen und Meer
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
zum Arbeitsalltag eines Lokalredakteurs gehört es, über Unfälle im Straßenverkehr zu berichten. Das ist fast Routine. Was ich bei dem tödlichen Geschehen auf der B 76 am Sonntag erleben musste, ging weit darüber hinaus. Eine Mutter und ihre beiden kleinen Kinder starben. Der Vater kämpft im Krankenhaus um sein Leben. Zwei weitere Frauen, die in dem anderen Wagen saßen, befinden sich mit der gleichen schweren Diagnose in der Klinik.
Die Redakteure der Kieler Nachrichten halten sich in solchen Situationen streng an die Anweisungen der Polizei und Feuerwehr. Auch der Zeitpunkt der Veröffentlichung von Text und Fotos bei KN-Online war abgesprochen, damit die Behörden vorher die Angehörigen verständigen konnten.
Wir fotografieren nicht die Toten oder Verletzten. Ein Notarzt dankte mir sogar mehrmals, weil ich nicht die Kamera zückte, als eine der Überlebenden auf einer Trage zum Rettungshubschrauber geschoben wurde. Was hätte wohl jemand von der Boulevard-Presse gemacht? Oder der junge Freelancer, der eigens aus Hamburg nach Preetz angefahren kam und sofort die Videokamera auf das Geschehen rund um die Autowracks hielt?
Ein Leser aus Nortorf beschwerte sich - äußerst sachlich - darüber, dass wir ein Foto der zerstörten Fahrzeuge auf KN-Online und in der Zeitung gezeigt haben. Muss das Foto der Autowracks sein? Leiden die Angehörigen nicht schon genug?
Die Kieler Nachrichten haben mit dem Foto keine Grenzen überschritten, sondern nur ein Stück traurige Wirklichkeit gezeigt. Solche Fotos können anderen Mahnung sein, im Straßenverkehr jederzeit Vorsicht walten zu lassen. Und mich hat das Unglück daran erinnert, dass sich ein Leben in Bruchteilen von Sekunden völlig verändern kann.
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Viele Grüße
Hans-Jürgen Schekahn
Lokalreporter
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